Mit Konzept zum gelungenen Einsatz von Physician Assistants

Das Rhein-Maas-Klinikum stellte nun ein eigens erstelltes Konzept für den Einsatz von Physician Assistants vor, das Gesamtabläufe optimierte.

 

Wie werden Physician Assistants in der Praxis eingesetzt?

Müssen sich Abläufe ändern?

Wie reagieren andere Berufsgruppen auf die „Neuen“?

 

Geschäftsführer René A. Bostelaar und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Guido Grasekamp erhielten eine positive Rückmeldung auf die Abläufe in der Klinik und die Kommunikation der Kolleginnen und Kollegen untereinander als sie die ersten Physician Assistants einsetzten.  Über den Einsatz ihrer ersten Physician Assistant berichten sie in einem KMA-Interview mit Julia Maier, veröffentlicht am 27.08.2018. Hier geht’s zum Artikel  

 

Was beinhaltet das Konzept zum Einsatz von Physician Assistants?

Grundgedanke des Konzepts ist eine Art Rückmeldung, bezogen auf den Lernstand der Physician Assistants und Teil des QM-Systems der Klinik.

Die Aufgaben der Physician Assistants sind mit dem Curriculum der Bundesärztekammer (BÄK) und Kasseenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) abgestimmt. Laut Bostelaar, um sich rechtlich abzusichern.

 

Physician Assistance

Gerne verweisen wir an dieser Stelle noch einmal auch die Reichweite der Beschlussfassung des Kompetenzpapieres der BÄK und KBV:

Das Papier stellt eine wichtige und gute Hilfe sowie Unterstützung für Kliniken dar, um den Einsatz der Physician Assistants zu organisieren. Wie von Julia Maier, die das Interview führte, richtig angemerkt, können derartige Vorgaben von Berufsverbänden eine „gewisse  Rechtswirksamkeit entfalten, wenn auch keine Rechtssicherheit“.Gerade dann, wenn das Berufsbild noch nicht gesetzlich anerkannt ist oder gar (bundes-)einheitlich ausgebildet wird. Für eine rechtlich Absicherung empfehlen wir an dieser Stelle weitere Quellen.

Durch die Einbindung der Lernstandrückmeldung kann die Klinik die Qualität der Prozesse, in denen die Physician Assistant eingebunden ist, ständig beobachten. Eine Evaluation der Qualitätsentwicklung ist so sehr gut möglich.

Wir würden uns freuen, genau darüber auch zukünftig mehr zu erfahren: Haben sich die Erwartungen erfüllt? Wurden mehr Physician Assistants eingestellt, wie im Interview vom 27.08.2018 angesprochen?

 

Der Physician Assistant im Klinik-Alltag

Anamnese oder erste körperliche Untersuchungen werden von der Physician Assistant im Rhein-Maas-Klinikum erhoben, die in der Thorax-und Gefäßchirurgie tätig ist. Jedoch erfolgt stets ein „Rückversichern“ mit dem Arzt/ der Ärztin. Eigene Diagnosen dürfen nicht gestellt werden.

Auf Station sind die Physician Assistants wichtige Ansprechpartner für die Pflege und Patientinnen und Patienten.

Sie stellen laut Grasekamp eine Schnittstelle zwischen Arzt/Ärztin und Patient/Patientin dar.

 

Physician Assistant vs. Assistenzärztinnen und -ärzte

Im Rhein-Maas-Klinikum habe man mit Gegenwind auf Seiten der Assistenzärztinnen – und ärzte gerechnet.

Überraschend und positiv ist die Erkenntnis, die das Klinikum machte: Die Assistenzärztinnen- und Ärzte wollen die Physician Assistants nicht mehr missen, da sie nun strukturiert im OP eingesetzt sind, während die Physician Assistant weiterhin als feste Ansprechpartnerin auf Station ist.

Physician Assistance (B.Sc.)

Sie sei über jeden Patienten und jede Patientin informiert, regle viele Dinge selbständig und verschaffe den Ärztinnen und Ärzten damit auch mehr Zeit für ihre Weiterbildung.

 

Der Physician Assistant als Informationsgeber und Praktiker für beide Seiten 

Die Physician Assistant im Rhein-Maas-Klinikum sorgte bereits für effizientere Abläufe: Sie kann den OP vorbereiten, Patientinnen und Patienten werden zügiger entlassen und Arztbriefe vorbereitet. Der Patientendurchlauf in der Klinik ist optimiert.

Ein nicht unerhebliches Thema im Einsatz von Physician Assistants ist das Betriebsklima:

Die Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflegekräften hätte sich seit dem Einsatz der Physician Assistant verbessert, weil sie als Informationsgeber und Praktiker für beide Seiten fungiere. Durch deren Einsatz gibt es einen zusätzlichen Ansprechpartner für offene Fragen mit Patientinnen und Patienten oder Angehörigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Einsatz der ersten Physician Assistant im Rhein-Maas-Klinikum als Erfolg bezeichnen.

 

 

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